Adventskalender selber machen für Männer, Frauen und Kinder
Für einen selbst gemachten Adventskalender brauchst du 24 Verpackungen mit Kleinigkeiten und einen freien Abend. Geöffnet wird vom 1. bis zum 24. Dezember. Die meisten Türchen dürfen klein sein. Größere Geschenke hebst du dir für vier Tage auf, den Nikolaustag, zwei Adventssonntage und Heiligabend. Unten findest du fünf Bastelideen und Tipps für die Füllung, je nachdem, für wen der Kalender ist, damit nicht 24 gleiche Schokotäfelchen hintereinander kommen.
Was du brauchst und wann du anfangen solltest
Zum Basteln reichen 24 Verpackungen, die Zahlen von 1 bis 24 und etwas, das alles zusammenhält. Als Verpackung taugen Papiertüten, Streichholzschachteln, Briefumschläge oder Kindersocken. Zusammengehalten wird das Ganze von einer Schnur mit Wäscheklammern oder von einem großen Karton.
Säckchen oder Rollen sind an einem Abend gebastelt. Länger dauert es, 24 Kleinigkeiten zusammenzubekommen. Kauf sie deshalb nach und nach ab Anfang November, dann verteilen sich auch die Ausgaben auf mehrere Wochen. Fertig hängen sollte der Kalender spätestens am Abend des 30. November, denn das erste Türchen wird am Morgen des 1. Dezember geöffnet.
Vorsicht, hier wird gern etwas verwechselt. Die Adventszeit beginnt mit dem ersten Adventssonntag, der zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember liegt. Der Kalender zählt aber immer ab dem 1. Dezember. Deshalb hat er 24 Türchen, egal wie viele Adventstage das Jahr gerade hat.
Fünf Ideen, wie du einen Adventskalender selber machst
1. Säckchen oder Socken an der Schnur
Die schnellste Variante. Spann eine Schnur quer übers Fenster oder am Treppengeländer entlang und häng mit Wäscheklammern 24 nummerierte Papiertüten daran. Papiertüten können Kinder bemalen, Stoffsäckchen halten jahrelang und werden im nächsten Advent einfach neu befüllt.
Für Kinder eignen sich genauso gut Kindersocken mit Weihnachtsmotiv. Nach Weihnachten werden sie ganz normal getragen, die Verpackung des Kalenders hat sich also quasi selbst bezahlt.
2. Schachteln in einem großen Karton
Sammle 24 kleine Schachteln von Tee oder Streichhölzern und beklebe sie mit einheitlichem Papier. Stell sie nebeneinander in einen großen Karton, sodass man sie wie Schubladen herausziehen kann.
Der fertige Kalender steht auf der Kommode und braucht keine Wand. Die Schubladen machen vor allem Frauen und Kindern Spaß. So wird jeder Morgen zu einem kleinen Ritual. Als großer Karton eignet sich auch die leere Box in Form eines Weihnachtsbaums. Sie ist 37 cm lang und am Stamm 25 cm breit, nach Weihnachten bewahrst du darin Christbaumschmuck oder Plätzchen auf.
3. Klopapierrollen
Die günstigste Variante für Kleinigkeiten. Fang schon im September an, Rollen zu sammeln, damit du im November 24 beisammen hast. Knick die Enden nach innen, schreib auf jede Rolle eine Zahl und kleb die Rollen zu einer Pyramide zusammen.
In eine Klopapierrolle passen ein Bonbon, ein Zettel mit einer Aufgabe oder eine kleine Figur. Schulkinder basteln diesen Kalender locker selbst, du passt nur auf den Kleber auf.
4. Zweig mit Päckchen
Häng einen trockenen Zweig an die Wand oder stell ihn in eine hohe Vase und binde 24 kleine Päckchen mit Bändern daran. Mit jedem geöffneten Türchen wird der Zweig leichter, und am Ende des Advents bleibt eine ganz normale Weihnachtsdeko übrig.
An den Zweig gehören leichte Sachen. Schwerere Päckchen legst du neben oder unter die Vase, sonst biegt sich der Zweig, bevor die erste Adventswoche vorbei ist.
5. Adventskalender in einer Holzkiste
Die Variante für Männer, die keine Lust haben, Kleinkram einzeln von der Wand zu pflücken. Pack 24 nummerierte Päckchen in eine Holzkiste und ganz nach unten ein größeres Geschenk für Heiligabend. Die Kiste bleibt danach als Aufbewahrungsbox für Werkstatt oder Keller.
Es geht auch andersherum. Kauf eine gefüllte Geschenkkiste mit Brecheisen, verteil ihren Inhalt auf die Türchen und ergänze ihn mit Kleinigkeiten aus dem Laden. Das Brecheisen, das zu jeder Kiste gehört, versteckst du im letzten Türchen, damit es an Heiligabend etwas zu knacken gibt.
So verteilst du die 24 Türchen
In einen selbst gemachten Adventskalender gehören vor allem Kleinigkeiten. Vier größere Geschenke hebst du dir für Tage auf, die im Advent eine eigene Bedeutung haben, dann wirkt der Kalender nicht eintönig.
| Türchen | Was hineingehört |
|---|---|
| Werktage | eine Kleinigkeit oder ein Zettel mit einer Aufgabe |
| 6 | ein größeres Geschenk zum Nikolaus, der Stiefel steht ja schon am Abend des 5. Dezember vor der Tür |
| zwei Adventssonntage deiner Wahl | etwas für einen gemeinsamen Abend, zum Beispiel ein Film oder ein Brettspiel |
| 24 | das Hauptgeschenk oder ein Hinweis, wo es versteckt ist |
Zettel mit Aufgaben sind die heimlichen Helden des ganzen Kalenders. Sie kosten nichts, und eine Aufgabe wie „heute backen wir Plätzchen“ macht aus dem Türchen einen gemeinsamen Abend.
Womit du einen Adventskalender für Männer füllst
Die meisten Männer freuen sich über Dinge, die man essen, trinken oder wirklich benutzen kann. Deko-Kleinkram, der in der Schublade landet, lässt du besser weg. Am besten wechselst du Essbares mit Dingen für die Hand ab.
- Biere aus kleinen Brauereien und Bierspezialitäten,
- Dauerwurst und Trockenfleisch,
- Chilisauce oder Grillgewürz,
- Wollsocken oder eine Stirnlampe,
- ein Gutschein für ein gemeinsames Abendessen oder einen Ausflug,
- ein Zettel „heute spülst du nicht ab“.
Mit Bier lässt sich ein ganzer Kalender bestreiten. Beerboxeo mit Bierspezialitäten enthält 8 Biere aus acht Ländern, vom schottischen IPA bis zum japanischen Lagerbier. Wenn du in jedes dritte Türchen eine Flasche legst, verteilen sich die acht Flaschen gleichmäßig über den ganzen Advent, und dazwischen ist Platz für Salami und Kleinigkeiten.
Alkohol gehört nur in einen Kalender für Erwachsene. Wer Auto fährt oder viel Sport treibt, bekommt in einen Teil der Türchen alkoholfreies Bier aus einer kleinen Brauerei, das schmeckt heute besser als sein Ruf.
Womit du einen Adventskalender für Frauen füllst
Bei Frauen funktioniert eine Mischung aus Verwöhnen und kleinen Überraschungen. Zehn Schokotäfelchen hintereinander werden selbst einer großen Naschkatze zu viel, deshalb wechselst du sie mit Duft und kleinen Botschaften ab.
- Teelichter in verschiedenen Düften,
- loser Tee oder Pralinen,
- Lippenbalsam oder eine Gesichtsmaske,
- warme Socken oder Haargummis,
- ein gemeinsames Foto mit einer kurzen Nachricht auf der Rückseite,
- ein Gutschein für eine Massage oder ein Frühstück im Bett.
Teelichter sind eine praktische Füllung, sie passen in jedes Säckchen und jede Rolle. Das Set mit 40 Duft-Teelichtern besteht aus vier Packungen mit je zehn Stück, jede in einem anderen Duft. Bei 24 Türchen bleiben 16 übrig, die Beschenkte kann also auch nach Weihnachten noch welche anzünden.
Für Heiligabend eignet sich ein größeres Geschenk. Ideen findest du bei den Weihnachtsgeschenken für die ganze Familie, darunter Truhen mit Schloss und Geschenksets.
Womit du einen Adventskalender für Kinder füllst
Kinder freut vor allem das Öffnen selbst, der Inhalt kommt erst an zweiter Stelle. Süßes muss deshalb nicht in jedes Türchen. Jedes zweite reicht, im Rest stecken Kleinigkeiten und Aufgaben.
Was hineinpasst, hängt vom Alter ab. Was ein Kindergartenkind begeistert, quittiert ein Zehnjähriger mit einem Schulterzucken.
| Alter | Was ins Türchen kommt | Worauf du achten solltest |
|---|---|---|
| bis 3 Jahre | große Sticker oder ein Kärtchen mit einem Tier | nichts Kleines, das in den Mund passt |
| 3 bis 6 Jahre | eine Krippenfigur oder ein Lebkuchen | eine Figur pro Tag, die ganze Krippe steht an Heiligabend |
| 7 bis 10 Jahre | ein Rätsel oder ein Puzzleteil | das Puzzle wird erst am 24. Dezember fertig |
| ab 10 Jahren | ein Gutschein für eine Stunde am Computer oder eine Sammelkarte | weniger kindliche Verpackung, mehr Humor |
Rätsel auf Zetteln kosten nichts, und man kann den ganzen Schulweg darüber grübeln. Sieben bewährte findest du im Artikel lustige Rätsel für Kinder mit Antworten, einfach ausschneiden und in die Rollen stecken.
Spielzeug mit Kleinteilen gehört nicht zu Kindern unter drei Jahren, auch wenn es nur einen Tag im Türchen liegt. Bei Geschwistern lohnen sich zwei Kalender, sonst wird jeder Morgen zur Verhandlung, wer heute öffnen darf.
Was ein selbst gemachter Adventskalender kostet
Das Budget hängt davon ab, wie viel du im Schnitt pro Türchen ausgibst. Wenn du Rollen, Schnur und Wäscheklammern zu Hause hast, kostet dich die Verpackung so gut wie nichts.
| Im Schnitt pro Türchen | 24 Türchen insgesamt |
|---|---|
| 1 € | 24 € |
| 2 € | 48 € |
| 4 € | 96 € |
| 20 Türchen zu 1,50 € und 4 größere zu 10 € | 70 € |
Die letzte Variante kostet 26 € weniger als 24 Türchen zu je 4 €, und trotzdem gibt es vier Tage, auf die man sich richtig freuen kann. In Erinnerung bleiben eher der Nikolaus und Heiligabend als der Durchschnittspreis eines Türchens.
Die Zahlen sind eine Beispielrechnung, je nachdem, wo du einkaufst, sieht es anders aus. Sparen kannst du vor allem an den Werktagen, an denen ein Zettel mit einer Aufgabe oder einem Rätsel völlig reicht.
Häufige Fragen
Womit fülle ich einen selbst gemachten Adventskalender?
Wechsel Süßes, praktische Kleinigkeiten und Zettel mit Aufgaben oder Erlebnissen ab. Größere Geschenke hebst du dir für den Nikolaus und für Heiligabend auf.
Ab wann wird der Adventskalender geöffnet?
Vom 1. bis zum 24. Dezember, jeden Tag ein Türchen. Wann der erste Adventssonntag ist, spielt dafür keine Rolle.
Wann sollte ich mit dem Basteln anfangen?
Die Füllung kaufst du ab Anfang November, das Basteln selbst dauert einen Abend. Fertig sein sollte der Kalender am 30. November.
Wer hat den Adventskalender erfunden?
Den ersten gedruckten Adventskalender brachte 1908 der Münchner Verleger Gerhard Lang heraus. Türchen zum Öffnen kamen erst in den folgenden Jahren dazu.
Was mache ich, wenn ich den Kalender nicht rechtzeitig fülle?
Füll ihn im Wechsel, zum Beispiel mit Zetteln an den Werktagen, und bestell das größere Geschenk online. Bestellungen, die werktags bis 14:45 Uhr (GLS) oder 16:00 Uhr (DHL) aufgegeben und bezahlt werden, übergibt Manboxeo noch am selben Tag dem Versanddienstleister.